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Arthrose

Bewegung nützt und Bewegung schützt (4)

Bewegung nützt und Bewegung schützt (4)

Arthrose

Gegen die heimliche Volkskrankheit „Gelenkverschleiß“, von der vor allen Dingen ältere Menschen betroffen sind, kann man insbesondere langfristig durch bewusstes Verhalten im Alltag mit regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung sowie der Vermeidung von Übergewicht und Fehlbelastung erfolgreich vorbeugen. Erfahren Sie in einem mehrteiligen Artikel auf unserem Portal Näheres dazu ...


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Was bei Arthrose hilft
Arthrose ist bislang noch nicht heilbar, aber durch konsequente Behandlung und Strategien sowie Anpassungen in der Lebensführung können die Symptome entscheidend reduziert und der Verlauf der Erkrankung verlangsamt oder eventuell sogar gestoppt werden. Die Therapie mit Medikamenten spielt in der Behandlung der Arthrose ebenfalls eine wichtige Rolle.

Medizinisch
An erster Stelle steht die Verbesserung der Lebensqualität, die mit vier wichtigen Therapie-Zielen einhergeht:

  • Linderung der Schmerzen
  • Verbesserung der Gelenkfunktion und damit mehr Beweglichkeit
  • Erhalt der Gelenkstruktur sowie
  • Verlangsamung der Knorpelzerstörung

Auswahl und Dosierung der Medikamente, sowie die Dauer der Therapie müssen vom Arzt an das Stadium der Arthrose angepasst und individuell abgestimmt werden. Wir stellen Ihnen die einzelnen Bausteine der Therapie vor:

Operative Verfahren
Die Operation steht meist ganz am Ende der Arthrose Behandlung. Operationen können eingesetzt werden, um Symptome zu verbessern, die Funktionsfähigkeit eines Gelenkes zu erhalten, ein Gelenk zu versteifen oder ein Gelenk völlig zu ersetzen. Man unterscheidet zwischen so genannten minimal-invasiven Eingriffen und Eingriffen am offenen Gelenk.

Arthroskopie
Neben den diagnostischen Möglichkeiten, die sich durch den direkten Blick in das Gelenk bieten, ist die Gelenkspiegelung dazu geeignet, das Gelenk zu reinigen und oberflächliche Knorpelschäden zu behandeln. Es handelt sich um eine „Schlüsselloch-Technik", bei der nur sehr wenig Gewebe verletzt wird. Vorteile gegenüber der Operation am offenen Gelenk sind der weitaus kleinere Eingriff und die raschere Mobilisierung. Auch das Infektionsrisiko ist als gering einzustufen. Bei der Arthroskopie kann auch eine Gelenkspülung durchgeführt werden, bei der abgestorbene Knorpel- und Knochenzellen, aber auch Entzündungszellen aus dem Gelenk entfernt werden. Zusätzlich werden kranke Knorpelanteile und knöcherne Anbauten geglättet oder entfernt. Manchmal werden Teile der Gelenkkapsel abgetragen.

Knorpel-Knochen-Transplantation
Bei kleinen Knorpeldefekten werden etwa cent-große Knorpel-Knochen-Zylinder aus einem unbelasteten Bereich eines Gelenkes entnommen und an die schadhafte Stelle verpflanzt. Dies ist aber nur bei Schäden möglich, wie sie etwa nach Sportverletzungen entstehen.

Knorpelzellenzüchtung
Hierbei wird ein Knorpelstückchen entnommen, drei Wochen in Zellkulturen vermehrt und später in einer zweiten OP wieder eingesetzt. Vor der Einpflanzung der vermehrten Knorpelzellen werden diese in ein Spezial-Vlies eingebettet. Mats Brittberg und Lars Peterson haben die ACT in Schweden 1987 zum ersten Mal angewandt. Weltweit wurden seitdem circa 10.000 Patienten erfolgreich mit der ACT behandelt.

Künstlicher Gelenkersatz
Die absolut letzte Maßnahme in der Arthrosetherapie ist die endoprothetische Versorgung, also der Einsatz eines künstlichen Gelenks. Die Haltbarkeit der künstlichen Gelenke liegt je nach Gelenk bei etwa 15 Jahren und länger.

Artikel eingestellt am: Donnerstag, 20. Dezember 2007

Author: Sindy Zimmermann

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