Unter Arthrose fassen Mediziner die Abnutzungserscheinungen aller Gelenke zusammen. Am Beginn stehen kleine Knorpelschäden in einem oder in mehreren Gelenken. Das Gelenk ist die bewegliche Verbindung zwischen zwei Knochen. Damit die beiden Gelenkflächen nicht bei jeder Bewegung aneinander reiben, sind sie von einer schützenden, glatten Knorpelschicht überzogen, dem – je nach Gelenkart – nur ein bis fünf Millimeter dicken Gelenkknorpel.
Je kranker der Knorpel, desto weniger kann er seine Aufgaben erfüllen. Die Folge: Knochen reibt auf Knochen, verletzt, verändert und entzündet sich und vor allem tut er weh. Das ist Arthrose, und Ursachen dafür gibt es Hunderte, wenn nicht mehr. Überlastungen, angeborene Fehlstellungen, Verletzungen, Übergewicht und Ernährungsfehler zählen zu den Hauptgründen. Aber auch die Erbanlagen können offenbar schon die Bereitschaft für Arthrose schaffen. Naturgemäß leiden die älteren Menschen mehr darunter als die jüngeren. Drei Viertel aller 80- bis 89-jährigen Menschen litten bei einer Befragung aktuell an Arthroseschmerzen. Aber auch bei den 40- bis 49-Jährigen waren schon mehr als die Hälfte betroffen.
Fast alle deutschen Fußballspieler der Weltmeisterschaft von 1974 leiden heute unter Gelenkbeschwerden und Arthrose. Das ist der Preis für die hohe Belastung während der aktiven Zeit. Meniskusschäden beispielsweise ziehen ganz häufig Kniegelenkarthrose nach sich. Knie und Hüfte erkranken am häufigsten an Arthrose, sie müssen am meisten aushalten. Aber auch alle anderen Gelenke wie die an den Füßen oder der Schulter können prinzipiell erkranken. Wenn erst mal ein Stück Knorpel krank oder verschwunden ist, lässt sich das Fortschreiten der Arthrose nur schwer aufhalten. Denn die Belastung trifft dann umso mehr auf den verbleibenden Knorpelanteil, der das nun erst recht nicht aushält.
Damit dieser Teufelskreislauf nicht erst beginnt, ist es zentral, dass der Gelenkknorpel immer optimal mit Nahrungsbausteinen versorgt sein muss. Da der Knorpel nicht an den Blutkreislauf angeschlossen ist, wird er über die Gelenkflüssigkeit (Synovia) versorgt, die sich im Gelenkspalt zwischen den beiden Gelenkflächen befindet. Dies geschieht, indem der Knorpel bei Belastung wie ein Schwamm ausgepresst wird und die aufgenommene Flüssigkeit mitsamt den Stoffwechselschlacken abgibt. Neue und nährstoffreiche Gelenkflüssigkeit wird gleichzeitig hineingewalkt. Deshalb: Bewegung ist ein Muss bei Arthrose, sonst leidet der Knorpel Hunger und geht zugrunde.
ernaehrungundsport.info empfiehlt folgende Fachliteratur: