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Wir erinnern uns, letztes Jahr zur Weihnachtszeit waren zahlreiche Advents-Leckerli, gemeint sind jene, die mit dem Weihnachtsgewürz Zimt aufgepeppt werden, in Verruf geraten. Warum? Man hatte den gesundheitsgefährdenden Bestandteil Cumarin in größeren Mengen in zimthaltigen Lebensmitteln, wie Zimtsternen, Pfeffernüssen und Lebkuchen nachgewiesen. Da gerade dieses handliche und mundgerechte Weihnachtsgebäck bei Kindern sehr beliebt ist, wurde sogar vor dem Verzehr dieser Lebensmittel gewarnt (siehe auch Artikel: Zimt im Visier). Da hohe Cumarin-Gehalte vor allem im preiswerten Cassis-Zimt vorkommen, Lebensmitel aber keine Angaben darüber enthalten, ob eben diese Günstig-Variante oder der Cumarinarme Ceylon-Zimt (echter Zimt), verwandt wurde, waren solche Warnungen durchaus berechtigt. Nun finden sich Kennzeichnungen über die verwendete Zimt-Variante auch in diesem Jahr nicht auf den Verpackungen der Lebensmittel, aber die Lebensmittelindustrie hat dennoch reagiert und ihre Rezepturen verändert. Der Gehalt an Cumarin in Zimtsternen, Pfeffernüssen und Lebkuchen ist deutlich gesunken. Dies bestätigen laut MUNLV-Nordrheinwestfalen aktuelle Untersuchungen des Landesverbraucherschutzministeriums. Enthielten Zimtsterne im letzten Jahr noch Cumaringehalte von über 100 mg pro kg Lebensmittel, so ist heute kaum noch Cumarin nachweisbar. Der höchste ermittelte Wert betrug 6,9 mg Cumarin pro kg Lebensmittel.
In der Europäischen Union werden derzeit neue Höchstgehalte für Cumarin diskutiert. Deutschland hat für Weihnachtsgebäck einen Wert von 20 mg/kg vorgeschlagen (food-monitor). Da die Cumaringehalte im deutschen Weihnachtsgebäck deutlich unter den benannten 20 mg/kg Lebensmittel liegen, kann dieses Jahr von einer Beschränkung des „Nasch-Verhaltens“, zumindest vor dem Hintergrund der Cumaringehalte im Weihnachtsgebäck, abgesehen werden. Dann greifen Sie (wieder) zu, aber denken sie daran, 100g Zimtplätzchen enthalten ca. 500 kcal, 100g Pfeffernüsse und Lebkuchen immerhin 400 kcal und das ist auf Dauer nicht gut für die Hüften.
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