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Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Unsere Nahrung hilft vorbeugen und heilen - Teil 1

Unsere Nahrung hilft vorbeugen und heilen - Teil 1

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Schon seit mehreren 1000 Jahren ist bekannt, dass unsere Nahrungsmittel auch als Heilmittel dienen.


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Damit sind nicht allein Heilkräuter gemeint, sondern auch unsere tägliche Nahrungsaufnahme beeinflusst unser Wohlbefinden. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Wissenschaftler eben mit genau dieser Problematik beschäftigen. Lesen Sie hier mehr darüber, welche Nahrungsmittel einen aktiven Beitrag zur Vorbeugung der Wohlstandserkrankung Diabetes mellitus leisten.

Diabetes mellitus – Ein kurzer Überblick
Diabetes mellitus, landläufig als auch Zuckerkrankheit bezeichnet, ist eine chronische Erkrankung, die den gesamten Stoffwechsel betrifft. In erster Linie ist die Aufnahme von Traubenzucker (Glucose) in die Zelle gestört aufgrund des Mangels an Insulin bzw. dessen eingeschränkter Wirksamkeit. Insulin ist ein körpereigenes Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und über die Blutbahn in die entsprechenden Gewebe des Körpers gelangt. Im Zielgewebe angekommen (Muskel, Fettgewebe, Leber), entfaltet es dort seine zahlreichen Wirkungen.

Bei Diabetikern wird entweder gar kein Insulin mehr gebildet, man bezeichnet dies als Typ-1-Diabetes, oder die Wirksamkeit dieses Hormons am Zielorgan ist eingeschränkt. Zweiteres ist ein Kennzeichen für den stärker verbreiteten Typ-2-Diabetes, um dessen Vorbeugung es im weiteren Verlauf des Beitrages gehen soll. Die gestörten Glucoseverwertung hat weit reichende Folgen für den Organismus. So sind auch andere Prozesse davon betroffen, so dass Folgeerkrankungen drohen. Gemeint sind Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Cholesterin- bzw. Blutfettwerte), Arteriosklerose (Arterienverkalkung), Bluthochdruck und schließlich Herz-Kreislauferkrankungen mit Herzinfarkt und Schlaganfall. Wird der Diabetes nicht bzw. nicht richtig behandelt (meist sehen die Patienten ihre Therapie als vermeintlich überflüssig an) drohen Organschäden, insbesondere Nieren, Augen (Netzhaut) und Gefäße sind betroffen und können schwerwiegend geschädigt werden.

Diabetes mellitus - Zahlen und Fakten 
Die Brisanz des Themas Prävention von Diabetes steigt mit der stetig wachsende Zahl von Menschen, die erkranken. So geht man heute von etwa 6 Millionen Diabetikern in Deutschland aus, das sind etwa 7 % der deutschen Bevölkerung. Bezieht man die Dunkelziffer mit ein, so sollen es noch weit mehr sein (noch einmal doppelt so viele Diabetiker) (
www.diabetes-deutschland.de).

Alles halb so wild, meinen die Betroffenen. Dennoch verursacht diese Erkrankung jährlich 5,1 Millarden Euro (Statistisches Bundesamt, Krankheitskostenrechnung 2002), Tendenz steigend. Denn man geht von weiteren Zuwachsraten bei den Diabetes-Patienten aus (Apothekenumschau Januar 2006). Die Ursachen sind vielfältig. Ein Faktor sicherlich ist die verbesserte medizinische Versorgung und damit einhergehend eine längere Überlebenszeit der Patienten. Bedeutender in diesem Zusammenhang ist wohl aber die wachsende Zahl übergewichtiger Menschen.

Wie man weiß, ist Übergewicht der Risikofaktor schlechthin für die Entstehung eines Diabetes (und einiger weiterer Erkrankungen auch). Dies wiederum ist die Folge unseres immer  inaktiveren Lebensstils gekoppelt mit der falschen Ernährungsweise. Doch es Möglichkeiten und Wege, dem beizuwohnen.

Obst und Gemüse hilft vorbeugen   
Eine Reihe von Untersuchungen in den letzten zehn Jahren hat gezeigt, dass regelmäßiger Verzehr von frischem Gemüse und Obst hilft, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu reduzieren (Toeller M.: Metabolisches Syndrom und kardiovaskuläre Erkrankungen: Prävention und Intervention durch Nahrungsmittel. CardioVasc 3, 2003). Deshalb wird auch von den Fachgesellschaften ein täglicher Gemüse- und Obstverzehr von mindestens 5 Portionen empfohlen. Das entspricht etwa 600-700 g Gemüse und Obst. Leider ist die Realität eine andere, im Durchschnitt isst ein Deutscher pro Tag etwa 300 g frisches Obst und Gemüse (Ernährungsbericht 2004). Das ist eindeutig zu wenig.

Auch unter den Diabetikern sieht es keinesfalls besser aus, wie eine Erhebung im Auftrag der Arbeitsgruppe „Gesundheit und Ernährung bei Diabetes“ zeigt (Abb.2) (Tiepolt S. et al.: Verzehrshäufigkeiten ballaststoffreicher Lebensmittel bei Diabetikern aus zwei Regionen Deutschlands. Implementierung der Ernährungsempfehlungen der Deutschen-Diabetes-Gesellschaft. Aktuelle Ernährungsmedizin 27, 2002).

Es sprechen mehrer Argumente für die gesunde Pflanzenkost. Zum einen enthält Gemüse und Obst zahlreiche antioxidativ wirksame Substanzen. Das sind Verbindungen, die schädliche Radikale in unserem Körper wegfangen können. Damit wird verhindert, dass körpereigene Stoffe von diesen entstehenden Radikalen, die gerade bei Diabetikern vermehrt gebildet werden,  geschädigt werden. Zum anderen enthält Gemüse und Obst Ballaststoffe.

Diese wirken sich positiv auf gestörte Blutfettwerte aus und sorgen zudem für ein erhöhte Sättigung (hilft, das Körpergewicht zu stabilisieren). Ein letztes Argument für diese Lebensmittel liegt auf der Hand. Gemüse und Obst hat kaum Kalorien und unterstützt damit ideal die Gewichtsabnahme, denn Übergewicht ist der Risikofaktor schlechthin für die Entstehung von Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Dagegen ist die verbreitete Angst, 5 Portionen Obst und Gemüse könne sich ungünstig auf den Blutzuckerspiegel auswirken, unbegründet. Bis zu 5 Portionen sind völlig in Ordnung.

Abb. 2: Obst- und Gemüseverzehr von Diabetikern
(Quelle: modifiziert nach Tiepolt S. et al.: Verzehrshäufigkeiten ballaststoffreicher Lebensmittel bei Diabetikern aus zwei Regionen Deutschlands. Implementierung der Ernährungsempfehlungen der Deutschen-Diabetes-Gesellschaft. Aktuelle Ernährungsmedizin 27, 2002) 

 

Artikel eingestellt am: Montag, 20. März 2006

Author: Sindy Zimmermann

Meinungen / Bewertungen: keine

 

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