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Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Unsere Nahrung hilft vorbeugen und heilen - Teil 2

Unsere Nahrung hilft vorbeugen und heilen - Teil 2

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Lesen sie im zweiten Teil unserer Serie, welchen Beitrag Nüsse leisten können.


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Nüsse – Klein aber wirksam

Im ersten Teil haben wir Gemüse und Obst als protektive Nahrungsmittel vorgestellt. Aber diese Lebensmittelgruppe steht nicht allein da mit ihren positiven Wirkungen. Auch Schalenobst, also Nüsse, sind äußerst positiv zu beurteilen. Mehrere groß angelegte Studien zeigten eine Herz-Kreislauf-schützende Wirkung von Nüssen verschiedenster Art und damit einhergehend eine verminderte Zahl sogenannter kardiovaskulärer Endpunkte, gemeint ist Herzimfarkt und  Schlaganfall (Fraser G.E. et al.: A possible protektive eefect of nut consumption on risk of coronary heart disease: the Adventist Health Study. Arch. Intern. Med. 152, 1992, S. 1416-24; HU F.B. et al.:  Frequent nut consumption and risk of coronary heart disease in women: prospective cohort study. BMJ 317, 1998, S. 1341-45).

Eine Hand voll Nüsse mindestens ein mal pro Woche reiche völlig aus, um sich etwas Gutes zu tun, denn man bedenke, so gesund diese kleinen Früchte auch sind, bergen sie doch eine Menge Energie in sich. So enthalten beispielsweise 10 Walnusshälften 131 kcal, das ist so viel wie eine Portion Joghurt oder 2 mittlere Äpfel. Welche Nuss zur Lieblingsnuss auserkoren wurde, spielt dabei keine Rolle, ob Walnüsse, Cashewnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Pistazien, usw. schützen gleichsam vor Herz-Kreislauferkrankungen (Kris-Etherton P.M. et al.: The effect of nuts on coronary heart ddisease risk. Nutr. Rev. 59, 2001, 103-11).

Aber was macht Nüsse so gesund? Nüsse haben einen sehr hohen Fettanteil (Tabelle 1).

Tab. 1: Fettgehalt einiger Nusssorten

Nuss

Fettanteil [%]*

Cashewnüsse

42

Erdnuss

48

Haselnuss

62

Macadamianuss

73

Mandeln

54

Paranuss

67

Pekannuss

72

Pistazien

52

Walnuss

63

* berechnet auf Basis der Lebensmitteltabelle „Souci-Fachmann-Kraut“ (Werte gerundet) 

Das scheint eine vermeintlich schlechte Eigenschaft zu sein, kann dies doch zu unangenehmen Polstern an Hüften und Po führen, was wiederum gar nicht förderlich für unsere Gesundheit ist. Nichts desto trotz ist die Fettqualität von Nüssen sehr gut. Das heißt, dass Fett ist aus einer Reihe von einfach- und mehrfach gesättigten (guten) Fettsäuren zusammengesetzt und enthält sehr wenig gesättigte (schlechte) Fette. Ein Vergleich mit Schweinefett, was einen hohen Anteil gesättigter Fette enthält, zeigt dies eindrucksvoll (Abb. 1).

Der hohe Anteil ungesättigter Fette trägt zur Senkung des Cholesterin- und Blutfettspiegels bei und schützt damit unsere Gefäße vor Fettablagerungen (Arteriosklerose). Zudem wird allerdings vermutet, dass weitere bioaktive Stoffe in Nüssen ebenfalls eine Blutfettsenkende Wirkung bzw. eine Schutzeffekt vor Herz-Kreislauferkrankungen haben. Welche dass sind, ist allerdings noch nicht bekannt. Auch der hohe Ballaststoffanteil in Nüssen wird als besonders positiv eingeschätzt.

Insgesamt können Diabetiker demnach von einem moderaten Nussverzehr profitieren (mehrmals die Woche eine Hand voll), insbesondere bei erhöhten Fett- und Cholesterinwerten, und Folgeerkrankungen vorbeugen. Dennoch sollten Nüsse mit Bedacht gegessen werden, da sie sehr viele Kalorien enthalten.

Abb. 1: Fettzusammensetzung von Nussölen im Vergleich mit Schweineschmalz
[GF = gesättigte Fette (Summe aus Palmitin- und Stearinsäure); EUF = einfach ungesättigte Fette (Ölsäure); MUF = mehrfach ungesättigte Fette (Summe aus Linol- und Linolensäure); berechnet nach der Lebensmitteltabelle „Souci-Fachmann-Kraut“]

Artikel eingestellt am: Mittwoch, 12. April 2006

Author: Sindy Zimmermann

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