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Jenapharm zahlt, Opfer sind ruhig - Nachweis von THG gelungen - NADA-Studie - 15 Millionen Menschen dopen ...


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Jenapharm zahlt, Opfer sind ruhig
Wie zuvor bereits der Deutsche Olympische Sportbund entschädigt auch Jenapharm die betroffenen Sportler des früheren DDR-Dopingsystems. Im Gegenzug verzichten die Opfer auf Klagen gegen das Thüringer Arzneimittelunternehmen. Die Entschädigung über 9.250 Euro erhalten 184 betroffene ehemalige DDR-Leistungssportler. Darüber hinaus wird die Firma dem Doping-Opfer-Hilfe-Verein 170.000 Euro als Spende zur Verfügung stellen. "Mit der Zahlung wollen wir einen sozialen Beitrag leisten, um das Leid der Betroffenen zu lindern", sagte Jenapharm-Geschäftsführerin Isabel Rothe. Nichtsdestotrotz sei man weiter der Auffassung, dass die Firma keine rechtliche Verantwortung für Folgeschäden des staatlichen DDR-Dopingsystems trage.

DOSB-Präsident Thomas Bach begrüßte die Einigung: "Wir sind sehr erfreut, dass unser Beispiel Früchte getragen hat und eine lange, für die Opfer auch menschlich sehr belastende Phase nun endlich zu Ende ist."

Nachweis von THG gelungen
Wissenschaftlern in den USA ist ein bedeutender Fortschritt in der Doping-Jagd gelungen. Die Anti-Doping-Agentur der USA (USADA) teilte mit, dass ein verlässlicher Test zum Nachweis des synthetischen Wachstumshormons THG zur Verfügung stehe. Mit Jahresbeginn 2008 werde der Nachweis auch zehn Tage nach dessen Einnahme noch möglich sein.

USADA-Direktor Larry Bowers teilte mit, dass seine Behörde dabei sei, von Athleten persönliche Profile mit Testosteronspiegel, Cholesterin, Hämoglobin und vom Körper produzierten Steroiden zu erstellen. Jedes künftige Abweichen von diesen Werten würde auf Doping hindeuten.

THG war erstmals in Zusammenhang mit der so genannten BALCO-Affäre aufgetaucht, in die mehrere Topstars der US-Leichtathletik verwickelt waren.

NADA-Studie - 15 Millionen Menschen dopen
Jedes Jahr werden weltweit etwa 700 Tonnen anaboler Steroide zu Dopingzwecken missbraucht, die von insgesamt 15 Millionen Menschen nachgefragt werden. Zu diesem Ergebnis kommt Alessandro Donati in einer 107 Seiten umfassenden Studie für die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). In seinem Bericht weist der italienische Sportwissenschaftler darauf hin, dass die biochemische Manipulation nicht allein für den Spitzensport eine große Belastung darstellt. Hauptnachfrager seien Bodybuilder, Fitnessstudiokunden, Türsteher und Bodyguards mit einem Gesamtanteil von 38 bis 40 Prozent aller Präparate.

Artikel eingestellt am: Dienstag, 17. Juli 2007

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