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Dopingskandal

Kein Ende des Skandals um Österreichische Wintersportler

Kein Ende des Skandals um Österreichische Wintersportler

Dopingskandal

Trotz des negativen Doping-Testergebnisses der österreichischen Biathleten und Langläufer ist der Fall noch nicht aufgeklärt. Die IOC-Disziplinarkommission untersucht weiterhin den Österreich-Fall. Athleten und Trainer müssen noch mit harten Sanktionen rechnen.


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Die Doping-Proben der zehn österreichischen Biathleten und Langläufer bei den Olympischen Winterspielen in Turin sind zwar negativ, doch bedeutet dies noch nicht das Ende des Doping-Skandals.

Obwohl das Internationale Olympische Komitee (IOC) bekannt gab, dass keine verbotenen Mittel bei den parallel zu einer Doping-Razzia veranlassten Kontrollen gefunden wurden, müssen Athleten und Trainer des Olympia-Teams der Österreicher noch mit harten Sanktionen rechnen.  Bei der Polizei-Aktion sollen hingegen Apparaturen und verdächtige Materialen sichergestellt worden sein, die auf verbotene Doping-Methoden wie Bluttransfusionen hinweisen könnten.

Das IOC wich wegen des großen öffentlichen Interesses erstmals von der Regel ab, nur positive Doping-Fälle bekannt zu geben. Bei den Untersuchungen der Kommission sollen die Ermittlungsergebnisse der italienischen Behörden sowie die Aussagen von Athleten, Trainern und Funktionären herangezogen werden.

Weiter erhärtet wurde der Doping-Verdacht gegen österreichische Athleten und Trainer durch den italienischen Staatsanwalt Ciro Santoriello, der seine Bedenken daran äußerte, dass offensichtlich die gesamte Langlauf-Mannschaft aus Asthmatikern besteht und medikamentös behandelt werden muss. Ebenso sonderbar sei gewesen, dass Athleten sofort zur Wasserflasche gegriffen hätten, als die Polizei ihr Zimmer betrat und große Mengen des kühlen Nass getrunken haben. Das zeugt nicht gerade von einem reinen Gewissen und deutet auf eine große Sorge um zu hohe Hämoglobin-Werte hin. Zudem ist und bleibt das fluchtartige Verlassen des Olympia-Quartiers einiger Sportler doch äußerst merkwürdig. Wie der deutsche Biathlet Rico Groß so treffend bemerkte, wer nichts zu verbergen habe, der kann sich auch jeglicher Kontrolle unterziehen.

Das letzte Wort in diesem Prozess ist auf jeden Fall noch nicht gesprochen und die Proben bleiben definitiv zehn Jahre im Besitz des IOC, um auch später noch Kontrollen mit neueren Nachweisverfahren durchführen zu können.

Artikel eingestellt am: Freitag, 03. März 2006

Author: Sindy Zimmermann

Meinungen / Bewertungen: keine

 

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