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Dopingskandal

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Dopingskandal

Österreichische Athleten auf Lebenszeit gesperrt und zahlreiche Indizien für systematisches Doping; russischer Skiverband bestraft Dopingtäter im Ski Langlauf ...


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Sechs österreichische Sportler dürfen nie mehr an Olympischen Spielen teilnehmen. Nicht als Athleten und auch nicht als Trainer. So will es das IOC nachdem es bereits zu den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002 eine schwelende Dopingaffäre im Lager des ÖSV gegeben hatte, reichten dem internationalen olympischen Komitee offensichtlich die mehr als 40 Seiten an Indizien aus dem Untersuchungsbericht der italienischen Staatsanwaltschaft aus, um zu einem hoffentlich abschreckenden Urteil gegen die beiden bereits zurückgetretenen Biathleten Wolfgang Rottmann und Wolfgang Perner sowie gegen die Langläufer Jürgen Pinter, Roland Diethart, Johannes Eder und Martin Tauber zu kommen.

Bei Rottmann und Perner, die nach der Razzia Turin fluchtartig verlassen hatten, wurden nicht gekennzeichnete Flaschen gefunden, die das Wachstumshormon HGH sowie die ebenfalls verbotene Substanz Albumin enthielten. Perner soll laut Bericht auch versucht haben, zwei von der Polizei bereits beschlagnahmte Flaschen zurück zu ergattern.

Doping Skandal von Turin und Sapporo - Österreichische Athleten auf Lebenszeit gesperrt und zahlreiche Indizien für systematisches Doping; russischer Skiverband bestraft Dopingtäter im Ski Langlauf ...Im Quartier der Langläufer wurden keine verbotenen Substanzen gefunden, wohl aber große Mengen an Spritzen, Infusionsnadeln, Kochsalzlösungen und Blutbeuteln, wobei einige davon benutzt waren. Außerdem wurden einige Gerätschaften beschlagnahmt, mit denen der Hämoglobinwert bestimmt werden kann, sowie ein Gerät zum Bestimmen der Blutgruppe. Die IOC-Kommission wertet diese Funde als eindeutigen Hinweis auf Blutdoping. Wörtlich heißt es: "Die Tatsache, dass ein Apparat gefunden wurde, der die Bestimmung der Blutgruppe erlaubt, deutet daraufhin, dass einige Athleten Infusionen aus mehreren Quellen erhalten haben."

Die italienische Polizei wertete die im Apparat gespeicherten Aufzeichnungen zudem aus, mit durchaus beachtlichem Ergebnis: Zwischen 10. und 19. Februar 2006 wurde das Gerät 59 Mal verwendet. Wenige Stunden vor dem Rennen lag der Wert eines Athleten noch knapp über dem Grenzwert, unmittelbar vor dem Rennen fiel der Wert dann "dramatisch" ab. Das IOC vermutet deshalb eine Manipulation des Wertes. Dies kann etwa durch die Injektion einer Kochsalzlösung erreicht werden.

Das IOC gab den Sportlern Gelegenheit, sich vor der Kommission zu äußern, allerdings kam keiner der Athleten der Einladung nach. Stattdessen erhielt das IOC schriftliche Stellungnahmen, alle verfasst von Anwalt Adolph Platzgummer. Die Kochsalzlösungen seien demnach zur Reinigung der Nasenhöhlen eingesetzt, und die Spritzen wären nur für "absolute Notfälle" mitgenommen worden. Platzgummer kritisiert, dass das IOC keine Sachbeweise für seine Entscheidung verwendet habe. Zwar könne man theoretisch mit den sichergestellten Geräten Doping betreiben, aber es sei kein Muss, argumentiert der Anwalt eher fadenscheinig.

Russischer Nationaltrainer für vier Jahre gesperrt

Mit einer Vierjahressperre hat der russische Verband den Trainer des gedopten Skilangläufers Sergej Schirjajew bestraft. Der Auswahlläufer hatte für den größten Skandal bei der Nordischen Ski-WM Anfang März in Sapporo gesorgt, als er der Einnahme des verbotenen Blutdopingmittels EPO überführt worden war.

Auswahltrainer Anatoli Tschepalow wurde für zwei Jahre gesperrt. Schirjajew war zuvor bis zum 20. Februar 2009 aus dem Verkehr gezogen worden. Der 24-Jährige plant nach Ablauf seiner Sperre einen Wechsel zum Biathlon.

Lebenslang wurde die russische Skilangläuferin Jewgenija Starowojtowa gesperrt. Die 31-Jährige wurde bei einer nationalen Dopingkontrolle zum zweiten Mal in ihrer Karriere der Einnahme verbotener Präparate überführt. Starowojtowa war bereits bei der Univerisiade 2003 positiv getestet worden. 

Artikel eingestellt am: Donnerstag, 03. Mai 2007

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