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Folsäure

Ein Vitamin mit großer gesundheitlicher Relevanz

Ein Vitamin mit großer gesundheitlicher Relevanz

Folsäure

Folsäure gehört zur Gruppe der B-Vitamine. Der Name leitet sich vom lateinischen „folium“, das Blatt, ab und rührt von dessen Entdeckung her.


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Folsäure wurde 1941 zum ersten Mal aus den Blättern von Spinat isoliert. Besonders reichhaltig sind demzufolge besonders einige Gemüsearten (Spinat, Tomaten, Kohlarten, Gurken), sowie Orangen, Weintrauben, Brot und Backwaren aus Vollkornmehl. Höchste Gehalte finden sich in Weizenkeimen und Sojabohnen.

Da alle diese Nahrungsmittel eher selten auf dem Speiseplan der Deutschen stehen und Folsäure zudem licht- und hitzeempfindlich ist (was zu hohen Verarbeitungsverlusten führt), ist es auch kein Wunder, dass in Deutschland ein Folsäuremangel weit verbreitet ist. Laut Ernährungsbericht 2004 wird nur etwa die Hälfte der empfohlenen Menge aufgenommen.

Folsäure hat in unserem Körper allerdings zahlreiche wichtige Funktionen auszuüben. Unter anderem ist sie ein wichtiger Kofaktor bei der Bildung unserer Erbsubstanz, die wiederum für Zellvermehrung und deren Erhalt benötigt wird. Dies ist besonders in der Schwangerschaft von Relevanz, aber auch Sportler sollten auf eine adäquate Versorgung achten. Ein Folsäuremangel äußert sich unter anderem in einer speziellen Form der Anämie (Blutarmut), was die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Dass kommt daher, dass unsere Blutzellen (die roten und die weißen) ein sich rasch erneuerndes System sind. Da Folsäure bei der Zellvermehrung benötigt wird, erklärt sich diese Mangelerscheinung sehr schnell.

Aber zurück zur Bedeutung der Folsäure für die Schwangerschaft. Hier wird dieses Vitamin für das Wachstum des Feten, aber auch die Entwicklung der Gebärmutter, des Brustgewebes, der Plazenta und des vergrößerten Blutvolumen benötigt. Schwangere haben deshalb einen um einiges höheren Folsäurebedarf. Um Missbildungen beim ungeborenen Kind zu verhindern, wird heute sogar eine Folsäure-Supplementation vor dem Eintreten einer Schwangerschaft bis Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels empfohlen.

Eine zweite und bisher weniger bekannte Bedeutung hat Folsäure im Bezug auf die Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen. Folsäure ist am Abbau des so genannte Homocysteins beteiligt. Homocystein, so weiß man heute, stellt einen unabhängigen Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen dar. Hohe Blutwerte können die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen, mit der Enderkrankung Herzinfarkt bzw. Schlaganfall, fördern. Folsäure unterstützt den Abbau des Homocysteins und wirkt demzufolge protektiv. Neuere Untersuchungen zeigen sogar einen Zusammenhang zwischen Folsäuremangel und dem Auftreten bestimmter Krebserkrankungen. Deshalb ist eine ausreichende Folsäurezufuhr von großer Bedeutung für die Gesunderhaltung des Menschen. Nachstehende Tabelle soll einen kleinen Beitrag dazu leisten.

Dort finden Sie Lebensmittel mit den entsprechenden Portionsangaben, die den Tagesbedarf an Folsäure decken:

Lebensmittel

Menge [g]

Weizenkeime

76

Sojabohnen, getrocknet

170

Rinderleber

180

Petersilie

340

Fenchel

400

Rote Rübe

420

Spinat

500

Weizenvollkornbrot

660

Aber keine Sorge, wenn dies utopisch erscheint, man sollte die Aufnahme immer im Mittel über mehrer Tage betrachten und einfach versuchen häufiger einige dieser Lebensmittel in den Speiseplan einzubauen.

Quelle:  Ernährungsumschau 10; Oktober 2005
Referenzwerte der Nährstoffzufuhr; 1. Auflage; 2001
Der kleine „Souci-Fachmann-Kraut“ - Lebensmitteltabelle für die Praxis; 2. Auflage; 1991

Artikel eingestellt am: Samstag, 18. März 2006

Author: Sindy Zimmermann

Meinungen / Bewertungen: keine

 

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