Schwindel hat verschiedene Ursachen.
Schwindel beruht auf einer Gleichgewichtsstörung. Die Symptomatik kann unterschiedlich ausgeprägt sein und entweder nur kurz oder über längere Zeit andauern. Das Beschwerdebild äußert sich bei jedem Betroffenen unterschiedlich.
Viele Patienten erfahren die Funktionsstörung als Drehschwindel: Die ganze Umwelt gerät in Drehungen, als ob man in einem Kettenkarussell sitzt. Oder es entsteht das Gefühl, als ob alles schwanke und der Boden unter den Füßen versinkt (Schwankschwindel). Andere haben das Gefühl, sie befinden sich in einem schnellen Aufzug.
Häufig tritt der Lagerungsschwindel auf. Dabei kommt es beim Zurückliegen, beim Drehen des Kopfes (auch nachts im Bett) oder beim Bücken zu heftigen Schwindelattacken, welche unterschiedlich lange anhalten. Anschließend kann über Tage ein Unsicherheitsgefühl bestehen. Gangunsicherheit, Übelkeit und Erbrechen sowie Schweißausbrüche sind häufige Begleiterscheinungen.
Schwindelgefühle, die auftreten, wenn der Betroffene zu schnell aus dem Bett aufsteht oder sich nach längerem Bücken wieder aufrichtet, beruhen in der Regel nicht auf Störungen des Gleichgewichtes, sondern sind in erster Linie auf Kreislaufprobleme und Blutdruckschwankungen zurückzuführen. Bei belastungsabhängigen Beschwerden, wie z.B. beim Treppensteigen sind Störungen der Herzfunktion möglicherweise eine Ursache. Eine ärztliche Untersuchung zur Ursachenabklärung ist auf alle Fälle angezeigt.
Als Reise- oder Seekrankheit ist Schwindel mit Übelkeit eine als normal anzusehende Form des Schwindels, der durch eine Irritation unseres Gleichgewichtsystems bedingt wird. Auch der sog. Höhenschwindel ist in den allermeisten Fällen als normal einzustufen, da hier individuelle Veranlagungen und eventuell auch Alterungsprozesse eine Rolle spielen.
Für Schwindel gibt es nach Erkenntnissen von Experten eine Vielzahl von Ursachen. Von großer Wichtigkeit ist daher eine ärztliche Abklärung und Einschätzung der Symptome.
Der erste Ansprechpartner ist in der Regel der Hausarzt. Dieser entscheidet, ob und welche Fachärzte in dem speziellen Fall aufgesucht werden sollen z.B. Internisten, HNO-Ärzte, Augenärzte oder Neurologen, die für bestimmte Schwindelarten erfolgreiche Übungsanleitungen empfehlen können. Für die ärztliche Untersuchung ist es notwendig, dass der Patient genaue Informationen über Art, Dauer und Häufigkeit der Schwindelanfälle, über bereits bestehende Erkrankungen und eingenommene Medikamente angeben kann. Da Schwindel häufig ohne organische Ursachen ausgelöst wird, müssen auch psychogene Ursachen berücksichtigt werden. Die exakte Diagnostik stellt die Grundlage für eine erfolgreiche individuelle Behandlung dar.