Eine Untersuchung aus Schweden (SHEEP-Studie), die die Arbeitssituation von 1.381 Patienten vor einem erlittenen Herzinfarkt analysierte, macht das deutlich. Bei 8 Prozent der Untersuchten stand der Herzinfarkt in einem direkten Zusammenhang mit einem besonders stressigen Arbeitstag vor dem Ereignis. Das Risiko von Personen, die unter starkem Druck auf eine Deadline hinarbeiten, war in den darauf folgenden 24 Stunden sogar um das sechsfache erhöht.
- Plötzliche Mehrarbeit,
- starker Termindruck,
- akute Wettbewerbssituationen am Arbeitsplatz und
- belastende Auseinandersetzungen mit Vorgesetzten
Diese Situationen werden im Rahmen der Studie als gefährliche Arbeitsbedingungen identifiziert. Wobei der Herzinfarkt sich nicht immer akut einstellt. Nach einem Konflikt am Arbeitsplatz hatten Männer noch 12 Monate später ein stark erhöhtes Infarktrisiko. Bei Frauen beobachtete man besonders bei einschneidenden Veränderungen der finanziellen Situation ein Langzeitrisiko.
Eine gesunde Lebensführung mit einer cholesterinbewussten Ernährung, viel Bewegung und Entspannungsübungen sind geeignete Gegenstrategien, wenn der Stress am Arbeitsplatz unvermeidbar ist.