Schützen Obst- und Gemüsesäfte vor Alzheimer?
Wer viel Obst- und Gemüsesaft konsumiert, braucht sich weniger vor Morbus Alzheimer zu fürchten als Menschen, die auf solche Säfte verzichten.
Darauf deutet eine US-Studie mit über 1800 Menschen hin. Die Teilnehmer hatten zu Studienbeginn keine Demenz und wurden im Schnitt 6,3 Jahre beobachtet. In dieser Zeit wurde bei 30 von 517 Teilnehmern (5,8 Prozent) ein M. Alzheimer diagnostiziert, die nicht jede Woche Frucht- und Gemüsesäfte zu sich nahmen.
Nur 22 von 763 Personen (2,8 Prozent) waren es dagegen in der Gruppe, die drei- oder mehrmals pro Woche solche Säfte konsumierte. Für solche Menschen berechneten die Studienautoren ein um 76 Prozent reduziertes Alzheimer-Risiko (Am J Med online).
Grünes Gemüse kann einer Netzhautdegeneration vorbeugen
Auf 3,6 Millionen wird die Zahl der Patienten mit trockener AMD in Deutschland geschätzt - Lutein und Zeaxanthin, beides Pigmente aus Brokkoli und Spinat schützen die Netzhaut vor dem schädlichen blauen Licht
Grünkohl, Spinat, Brokkoli und Erbsen sind reich an den beiden Makulapigmenten Lutein und Zeaxanthin. Eine Kost, die viel von diesen beiden Karotinoiden enthält, verringert das Risiko, an der trockenen Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) zu erkranken. Zudem besserten sich mit dieser Therapie Kontrastempfindlichkeit und Sehschärfe innerhalb eines Jahres signifikant. Weiterhin gibt es Hinweise aus epidemiologischen Studien, dass Menschen, die viel luteinreiches Gemüse essen, ein geringeres AMD-Risiko haben als jene, die wenig verzehren. Hypothesen zufolge schützen Lutein und Zeaxanthin vor AMD, indem sie das für die Netzhaut schädliche blaue Licht absorbieren und freie Radikale einfangen.
Eine halbe Tasse gekochten Gemüses enthaelt an Lutein: Grünkohl 21,9 mg, Spinat 10,2 mg, Brokkoli 1,9 mg, Erbsen 1,7 mg.
Wie viel der Körper letztlich davon aufnimmt, hängt jedoch auch von der Zubereitung ab: Das Gemüse sollte schonend gegart sein, um die chemischen Bindungen der Karotinoide zu lockern, aber nicht lange gekocht, um die Moleküle nicht zu zerstören. Da sie nicht wasserlöslich sind, ist es ratsam, etwas Fett zuzugeben.
Curry und Zwiebel helfen gegen Darmkrebs
Inhaltsstoffe von Curry und Zwiebeln können gefährliche Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs vorbeugen. Mit den als Tablette eingenommenen Wirkstoffen Curcumin aus der Curryzutat Gelbwurz und Quercetin aus der Zwiebel konnte die Anzahl und Größe der Darmpolypen als Vorstufe einer Krebserkrankung stark reduziert werden, berichten Francis Giardiello von der Johns-Hopkins-Universitaet in Baltimore und seine Kollegen in der Zeitschrift „Clinical Gastroenterology and Hepatology“ (Online-Vorabveroeffentlichung, doi:10.1016/j.cgh.2006.03.020). Das Kombinationspräparat zeigte bei den Patienten fast keine Nebenwirkungen. Daher könnte es eine gute Alternative zu anderen Medikamenten sein, die von den Patienten schlecht vertragen werden und zu Geschwüren und Blutungen im Verdauungstrakt führen, hoffen die Mediziner. Über Currysoße und Zwiebelsuppe lassen sich die Wirkstoffe allerdings nicht in ausreichendem Masse einnehmen, da besonders Curcumin im medizinischen Test sehr hoch dosiert war. In Curry macht es hingegen nur drei bis fünf Gewichtsprozent aus.
Frauen mit Brustkrebs profitieren von Vitamin C - Infusionen
Ascorbinsäure wirkt tumortoxisch - Patientinnen, die hochdosiert Vitamin C erhielten, blieben länger tumorfrei als Frauen der Vergleichsgruppe
Erstmals hat eine kontrollierte Studie Hinweise darauf ergeben, dass eine Infusionstherapie mit hoch dosiertem Vitamin C bei Frauen mit Brustkrebs das tumorfreie Intervall verlängern kann. Dies wird auf die antioxidative Kapazität von Ascorbinsäure und eine direkte tumortoxische Wirkung zurückgeführt. Allerdings kann man mit Vitamin-C-Tabletten solche Effekte nicht erreichen, denn Vitamin C wird rasch enteral und renal ausgeschieden. Bei intravenöser Applikation von 7,5 g Vitamin C kommt es hingegen für etwa sechs Stunden zu erhöhten Plasmaspiegeln. Ungefähr zwei Gramm Vitamin C werden dabei vom Gewebe aufgenommen.