Wöchentlich aktuelle Neuigkeiten aus dem Bereich Gesundheit und Fitness (Teil 5)

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Healthy Short-Cuts

Wirkung von Gemüse auf Atherosklerose
Helicobacter pylori fuehrt zu Eisenmangel
Rotwein macht müde
Mikronährstoffe schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen


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Berichte
Shortnews


 

US-Forscher untersuchten die Wirkung von Gemüse auf Atherosklerose

Der Konsum von Gemüse beugt Atherosklerose vor. Das postulieren Wissenschaftler der Wake Forest University School of Medicine aus den USA. Sie veroeffentlichen ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift The Journal of Nutrition (2006; 136: 1886-1889).
„Während jeder weiß, dass der Verzehr von Gemüse als gesund gilt, konnten wir erstmals zeigen, dass er die Entwicklung von Atherosklerose hemmt“, erklärte Michael Adams, Arbeitsgruppenleiter der Wake Forest University School of Medicine, Vermutlich führe ein höherer Gemüseanteil in der täglichen Nahrung zu einem geringeren Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.
Die Forscher untersuchten im Rahmen ihrer Studie Mäuse mit einem erhöhten Atheroskleroserisiko. Dieses basierte auf einem erhöhten Spiegel von LDL (low-densitiy lipoproteine). Die Hälfte erhielt gemüsefreies Futter. Die Forscher ergänzten das Futter der übrigen Mäuse hingegen mit einer Gemüsemischung aus gefriergetrocknetem Brokkoli, Karotten, Erbsen, Mais und grüne Bohnen. Diese machte 30 Prozent der Kalorien der Nahrung aus.
Nach sechzehn Wochen überprüften die Forscher, wie sich die Atherosklerose entwickelt hatte. Sie stellten fest, dass sich die Plaques bei gemüsehaltiger Ernährung signifikant weniger ausgebreitet hatten (38 Prozent) als bei Gemüsekarenz. Zudem zeigte sich ein positiver Effekt auf die Gewichtsentwicklung und die Blutfettwerte.
Zahlreiche Studien haben ja bislang bereits gezeigt, dass eine Diät mit viel Gemüse kardiovaskulären Problemen und Hypertonie vorbeugt. Diese Studie zeigt erstmals, wie der vermehrte Konsum von Gemüse und die Ausbildung von Atherosklerose zusammenhängen. Die Ergebnisse stützten die These, dass ein höherer Gemüseanteil in der Nahrung ein Fortschreiten der Atherosklerose durch antioxidative und antientzündliche Wirkung hemme.

 

Helicobacter pylori fuehrt zu Eisenmangel

Menschen, deren Magen mit Helicobacter pylori besiedelt ist, leiden häufiger unter Eisenmangel als Personen ohne das Bakterium. Zu diesem Schluss ist eine Studie an über 7000 Personen in den USA gekommen, die im "American Journal of Epidemiology" veröffentlicht wurde.
Ein Mangel an Eisen im Blut kann zu Müdigkeit, Immun- und Lernschwäche sowie zu Unfruchtbarkeit führen. Die Ursachen hierfür sind allerdings sehr vielfältig. So kann zum einen die Nahrung zu wenig Eisen enthalten. Zum anderen kann der Körper zwar genug Eisen zugeführt bekommen, es jedoch nur schlecht aufnehmen, oder das Eisen geht wieder verloren, bevor der Körper es verwerten kann. An letzterem ist offenbar in vielen Fällen Helicobacter pylori schuld. Bei Menschen, die den Erreger in sich tragen, ist Eisenmangel um die Hälfte häufiger als bei nicht Infizierten, so das Ergebnis der aktuellen Studie.
Ob der Erreger tatsächlich den Eisenmangel verursacht, ist damit allerdings noch nicht bewiesen. Doch zusätzliche Indizien sprechen dafür. Durch kleinste Blutungen im Magen, vom Patienten unbemerkt und vom Bakterium verursacht, können erhebliche Mengen Eisen verloren gehen. Vermutet wird auch, dass die Bakterien selber Eisen benötigen, das dann dem Körper nicht mehr zur Verfügung steht.

 

Erster Hinweis: Rotwein macht müde - Der Melatonin-Gehalt im Wein ist die Ursache

Italienische Forscher haben einen Hinweis darauf gefunden, warum Rotwein viele Menschen müde macht. Die Trauben mehrerer bekannter Rotweinsorten - darunter Nebbiolo, Merlot und Cabernet Sauvignon - enthalten einer Studie der Universität Mailand zufolge hohe Anteile des «Schlafhormons» Melatonin. Dies wird ansonsten in der Zirbeldrüse von Säugetieren produziert und trägt dazu bei, den Tages-Nacht-Rhythmus von Tieren und Menschen zu steuern. Die Studie wurde im «Journal of the Science of Food and Agriculture» veröffentlicht.
«Der Melatonin-Gehalt im Wein könnte dabei helfen, die "innere Uhr" (des Menschen) zu regulieren, so wie es das von der Zirbeldrüse produzierte Melatonin bei Säugetieren tut», meint der Leiter der Untersuchung, Marcello Iriti. Die Studie sei ebenfalls eine erste Erklärung dafür, dass viele Menschen nach Rotwein eine Bettschwere überkommt. Alkohol als «Schlafmittel» ist allerdings höchst umstritten. Bier und Rotwein fördern zwar oftmals das Einschlafen, führen aber zu einem unruhigem, wenig erholsamen Schlaf und häufig zum Aufwachen während der Nacht.
Bis vor kurzem sei die Wissenschaft davon ausgegangen, dass Melatonin ausschließlich im Körper von Säugetieren produziert wird, schreiben die Forscher. Erst kürzlich habe man herausgefunden, dass auch Pflanzen den Wirkstoff herstellen. Das Mailänder Forscherteam hat zudem nachgewiesen, dass der Melatonin-Gehalt der Trauben erhöht werden kann, indem man die Weine mit dem Pflanzenaktivator BTH (Benzothiadiazol) behandelt.
Einige Wissenschaftler sagen Rotwein bereits seit Jahren gesundheitsfördernde Wirkung nach, etwa bei der Verhütung von Herz- und Kreislauferkrankungen. Allerdings äußern andere Forscher immer wieder Zweifel an der These. US-Forscher meinten unlängst, Rotweintrinker führten ganz einfach generell ein gesünderes Leben als viele andere Menschen.

 

Wie die Mikronährstoffe Vitamin C und E sowie B3, B6 und B12, die Mineralstoffe Magnesium und Calcium oder ungesättigte Fettsäuren vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen.

Die kardiovaskulären Erkrankungen gehören zu den wichtigsten und bedrohlichsten Krankheiten unserer westlichen zivilisierten Gesellschaften und sind für die Betroffenen mit großen persönlichen, sozialen und ökonomischen Belastungen verbunden. An ihrer Entstehung und ihrem Fortschreiten sind eine Reihe von Risikofaktoren beteiligt, die zum größten Teil lebensstilbeeinflusst sind. Zu den klassischen Risikofaktoren zählen beispielsweise das metabolische Syndrom mit Übergewicht, Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2 und Fettstoffwechselstörungen sowie Nikotinmissbrauch, Stress und Bewegungsmangel.
Zu den neueren Faktoren gehören unter anderem die Unterversorgung mit frischem Gemüse und Obst, oxidativer Stress und die Lipidperoxidation.
Insbesondere die neueren, aber auch verschiedene klassische Risikofaktoren sind derzeit einer pharmakologischen Therapie kaum zugängig, da diese ja lebensstilabhängige Größen sind.

Das heißt, die Menschen selbst fügen sich den Schaden durch ihr falsches Verhalten zu und können diesen Schaden letztlich auch nur durch den Wandel Ihres Alltagsverhaltens hin zu einer gesünderen Ernährung, kein Nikotin, wenig Alkohol und viel mehr Bewegung wieder rückgängig machen, bzw. eindämmen. Herkömmliche Medikamente wie Nitrate oder Calcium-Antagonisten stellen in diesen Fällen auch nur selten Mittel der Wahl dar, insbesondere deshalb, weil sie in den meisten Fällen keine Beseitigung der Ursachen geschweige denn eine Heilung der Krankheit erbringen. Um Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zu vermeiden beziehungsweise um dessen Leistungsfähigkeit auf lange Sicht zu erhalten oder gar zu verbessern, sind innovative und ganzheitlich orientierte Konzepte für die Praxis notwendig. Ein solches integratives Modell sollte neben der umfassenden Veränderung und Optimierung des Lebensstils auf einer komplexen Nutzung von Mikronährstoffen im Sinne einer herzgesunden Ernährungstherapie basieren.

Mikronährstoffe wie die Antioxidantien Vitamin C und E, die Vitamine B3, B6, B12 sowie Folsäure, Magnesium und Kalium, ungesättigte Fettsäuren, L-Arginin sowie L-Carnitin und Coenzym Q10 sind heute als unverzichtbare Schlüsselsubstanzen in der Prävention und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen anzusehen und auch zusätzlich zu einer optimierten Ernährung sowie einem Mehr an Bewegung in unterschiedlichen Dosierungen und Kombinationen einsetzbar.

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Artikel eingestellt am: Freitag, 04. August 2006

Author: Sindy Zimmermann

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