Für eine Studie untersuchten sie durchschnittlich sportliche Rentner, die sich seit langem zweimal pro Woche für jeweils 30 Minuten sportlich betätigt hatten. Zum Vergleich dienten athletische Senioren, die seit mindestens 25 Jahren pro Woche wenigstens 32 Kilometer gejoggt sind.
Gemessen wurden sämtliche Parameter der kardialen Leistung, darunter das Schlagvolumen und die Blutdruckparameter im großen und kleinen Kreislauf, außerdem die maximale Sauerstoffaufnahmekapazität des Blutes.
Die Wissenschaftler analysierten, dass bei den sportlicheren Senioren die Messergebnisse und Druck-Volumen-Kurven exakt denen bei jungen Menschen entsprachen. Bei den weniger sportlichen Rentnern dagegen konnte ein erhöhter Bedarf an Sauerstoff, beispielsweise unter Belastung, nur durch höhere Druckwerte erreicht werden.
Die Interpretation der Forscher dazu: Lebenslanges sportlich intensives Training führt offensichtlich dazu, dass die altersbedingte Abnahme der Anpassungsfähigkeit des Herzens nicht stattfindet. Insgesamt auch die Gefäße elastischer bleiben und damit das Herz-Kreislauf-System deutlich flexibler und weniger gefährdet ist, als bei Nicht-Sportlern.