Neuere Untersuchungen zeigen aber eine weitere positive Eigenschaft des kühlen Nass: Es führt zu einer Erhöhung des Energieverbrauches.
Eine Studie des Clinical Research Center der Franz-Volhard-Klinik an der Charité, Berlin, in Kooperation mit der Medizinischen Fakultät der Charité, Berlin und dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, Nuthetal zeigte bei normalgewichtigen Männern und Frauen eine um 30 % gesteigerten Energieverbrauch eine Stunde nach der Aufnahme von 500 ml Wasser (22°C). Diese Erhöhung der Stoffwechselaktivität wurde zum einen zurückgeführt auf den benötigten Energieaufwand zur Erwärmung des 22°C kalten Wassers auf Körpertemperatur (37°C). Dennoch stieg auch der Energieverbrauch nach dem Trinken von 37°C warmen Wasser an, so dass dieser Erklärungsansatz allein nicht ausreicht. Deshalb vermutet man zudem eine Aktivierung des sympathischen Nervensystems, was wiederum den Stoffwechsel ankurbelt und den erhöhten Energieverbrauch erklären würde.
Unterlegt man die von den Wissenschaftlern gewonnenen Erkenntnisse einmal mit Zahlen, so könnte man seinen täglichen Energieaufwand um etwa 50 kcal erhöhen, wenn man pro Tag etwa 1,5 Liter 22°C warmes Wasser trinkt. Dies sieht auf den ersten Blick nicht überwältigend aus, aber summiert man dies auf einen Monat oder sogar ein Jahr, so ergäbe dies einen zusätzlichen Energieverbrauch von rund 1400 kcal/Monat bzw. ca. 17000 kcal/Jahr. Das 2,4 kg Fettgewebe im Jahr. Spätestens das sollte überzeugen.
FAZIT: Wasser ist nicht nur ein völlig energiefreier Flüssigkeitsspender, sondern verbraucht bei dessen Genuss zusätzliche Energie, was beim Abnehmen oder beim Halten des Gewichtes unterstützt. Wir empfehlen deshalb pro Tag mindestens 1,5 Liter Mineralwasser, besser noch 2-3 Liter zu trinken.
Quelle: Boschmann M. et al. (2003): Water-Induced Thermogenesis. J Clinic Endocrinol Metab 88 (12): 6015-6019