Quelle: Zeitschrift „Test“ (Stiftung Warentest) Februarausgabe 2008
So wundert es nicht, dass der vermeintlich gut gemeinte Griff zur Margarine auch leicht zum „Fehlgriff“ werden kann. Aus diesem Grund hat Stiftung Warentest 27 Margarinesorten (Vollfettmargarinen) auf deren
- ernährungsphysiologische Qualität (gemessen am Vorkommen von gesättigten Fetten, ungesättigten Fetten und trans-Fetten),
- den Keimgehalt,
- die sensorische Qualität und
- einige weitere Parameter
getestet, um etwas Licht ins Dickicht der Margarinen zu bringen.
Als Testsieger gingen Produkte wie „ Bellasan“ (Aldi Süd), „Deli-Reform und K-Classic (Kaufland), sowie „Frisan“ (Norma), die alle samt mit „gut“ bewertet wurden und zudem preiswert zu erwerben sind. Im Schnitt kostet die 500 g Packung nicht mehr als 55 Cent, im Vergleich mit Butter also ein echtes Schnäppchen.
Aber nicht alle Margarinen überzeugten, negativ fielen insbesondere die traditionellen „Ostprodukte“ „Sana“, „Marina“ und „Sonja“ auf, die aufgrund der beigemischten tierischen Fette hohe Gehalte an gesättigten Fetten und untypisch für Margarinen hohe Cholesteringehalte aufwiesen und deshalb nur die Note „ausreichend“ erhielten. Aber auch vermeintlich gute Bio-Margarinen erhielten eine schlechte Bewertung, so wurden „Alsan Bio“ und „Prima Bio Pflanzenmargarine von Rapunzel“ aufgrund ihrer geringen Gehalte an guten Omega-6 und Omega-3 Fetten mit „ausreichend“ bewertet. „Alsan Bio“ fiel zudem aufgrund eines hohen Keimgehaltes auf.
Eine Pflanzenmargarine fiel komplett durch, „Eden die gute Pflanzenmargarine mit Sonnenblumenöl“. Sie wurde wegen gravierender Kennzeichnungsmängel nur mit „mangelhaft“ bewertet. Stiftung Warentest bewertete die auf der Verpackung befindlichen Vermerk „grundsätzlich keine gehärteten Fette“ als irreführend, da die Margarine zumindest zum Teil gehärtet ist (was die Analyse zeigte).