Nach neuen Studiendaten ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Demenz zu erkranken, für aktive Alte um knapp 40 Prozent reduziert.
Dieser Fragestellung nachzugehen ist nicht ganz einfach, da sich eine Demenzerkrankung meist über Jahre/Jahrzehnte entwickelt, kontrollierte Studien hingegen keine solche Dauer aufweisen.
Dennoch beschäftigten sich US-amerikanische Forscher jüngst mit dieser Problematik und lieferten einen eindeutigen Hinweis für die protektive Wirkung regelmäßiger Bewegung im Hinblick auf Demenz-Erkrankungen im Alter. Die Forscher untersuchten 1740 Personen im Alter von mehr als 65 Jahren.
Alle Teilnehmer erfreuten sich bester kognitiover Gesundheit, was zu Beginn der Untersuchung durch einen speziellen Test ermittelt wurde. Alle Probanden wurden etwa 6 Jahre beobachten und nach ihren Aktivitäten gefragt. Es wurde notiert, an wie vielen Tagen die Woche sie mindestens 15 Minuten Sport trieben (z. B. Schwimmen, Walking, Radfahren, Wandern, Krafttraining).
Alle die Personen, die mindestens 3 mal pro Woche aktiv wurden erkrankten deutlich weniger häufig an einer Alters-Demenz (38 % weniger ) als diejenigen, die sich kaum bewegten. Demnach würde es genügen, sich wöchentlich 45 Minuten zu bewegen, um einer Demenzerkrankung im Alter vorzubeugen.
Quelle: Larson et al. ; Annals of Internal Medicine 144 (2); 2006; S. 73-81