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präsentiert von www.nordicsportshop.com in Zusammenarbeit mit CRAFT – Funktionswäsche zu Spitzenpreisen
Funktionswäsche bildet zusammen mit Fleece und dem Wetterschutz („Outer Shell“) das Lagensystem (auch Schichten- oder Zwiebelprinzip genannt). Dieses Bekleidungskonzept hat das Ziel, dass man sich draußen bei möglichst jedem Wetter und bei jedem denkbaren Level körperlicher Aktivität wohl fühlt. Dass das nicht ganz einfach ist, liegt auf der Hand. Und es ist auch der Grund, dass es so viele unterschiedliche „Wäschen“ gibt. Wodurch unterscheiden sie sich? Im ersten Teil unserer Serie hatten wir Ihnen die Materialunterschiede erläutert.
Feuchtigkeitstransport
Bevor ich zu den unterschiedlichen Arten des Feuchtigkeitstransports komme, etwas Grundsätzliches vorweg: Wenn der Körper schwitzt, tut er das, um auf der Haut durch Verdunstung Kälte entstehen zu lassen – wie ein heißer Motor im Auto. Daher muss auf der Haut immer ein kleiner Rest an Feuchtigkeit bleiben. Ohne diese überhitzt der Motor. Nur sollte überschüssige Feuchtigkeit möglichst schnell abtransportiert werden und dann von der Oberfläche verdunsten.
Folgende Parameter bestimmen den Feuchtigkeitstransport:
- Das Material der Faser (siehe oben).
- Die Form der Faser (im Querschnitt): Eine runde Faser hat in Bezug auf ihr Volumen eine sehr kleine Oberfläche. Deshalb baut man in die Fasernoberfläche Kanäle ein, damit sich die Oberfläche vergrößert (z.B. Hexa Channel Coolmax Extreme). Diese große Fläche bewirkt wegen des so genannten Kapillareffekts einen besseren Feuchtigkeitstransport – aber auch eine längere Trocknungszeit.
- Hydrophile Ausrüstungen („Wasser anziehend“): Bei Funktionswäsche heißt dies, dass eine solche Faser Feuchtigkeit besser transportieren kann. Nachteil: „Ausrüstungen“ werden nachträglich auf den Stoff aufgesprüht oder im Tauchbad aufgebracht und sind in der Regel nicht sehr haltbar. Sie waschen sich heraus (und Funktionswäsche kommt wohl häufiger als jede andere Klamotte in die Waschmaschine…). In den letzten Jahren wurde die Haltbarkeit aber immer besser. Auch die Nanotechnologie (= Veränderung der Fasernoberfläche im Molekularbereich, um ihr andere Eigenschaften zu geben) könnte in dieser Hinsicht zu großen Verbesserungen führen.
- Konstruktion des Stricks: Moderne Strickmaschine können verblüffende Dinge vollbringen. Bei einer so genannten „zweiflächige Maschenware“ werden innen und außen Garne aus unterschiedliche dicken Fasern verarbeitet: Außen superfein, innen etwas dicker. Das Ergebnis ist ein Kapillargefälle (auch „Denier Gradient“ genannt). Da Wasser sich immer über eine möglichst große Fläche verteilen will („Kapillareffekt“), wird es also mechanisch nach außen transportiert. Vorteil: Dieser Effekt kann sich niemals heraus waschen! Ebenfalls zweiflächig werden auch unterschiedliche Fasern verarbeitet, z.B. innen Polyester und außen Baumwolle oder Viskose. Durch ihr enormes Feuchtigkeitsaufnahmevermögen saugen diese Materialien regelrecht nach außen („Pull Effekt“) – aber nur so lange, bis sie gesättigt sind. Danach lässt der Feuchtigkeitstransport nach.
- Variable Knit: Technisch aufwändig und das Neueste in Sachen Stricktechnologie ist der „Variable Knit“ (unterschiedliche Strickzonen). Während des Strickens ändert sich die Dicke des Materials, der Abstand der Maschen oder der Strick selbst. Beispiele: unter den Armen dünn, fast schon netzartig (Belüftung), an den Knien dick und isolierend (Kälteschutz), auf den Schultern üppig für die Rucksackriemen (Polsterung) usw. Löffler verspricht, dass diese unterschiedlichen Zonen die Blutzirkulation unterstützen und die Sauerstoffversorgung der Muskeln optimieren. Das sieht unheimlich technisch aus. Ob man es wirklich spürt oder braucht, ist eine andere Sache. Auch hier der Tipp: Anprobieren und ausprobieren.
Natürlich kann man kann die oben genannten Konstruktionsmerkmale auch miteinander kombinieren… Berater in einem guten Sport-Fachgeschäft kennen sich damit aus, um die richtige Wäsche für den richtigen Zweck zu finden.
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