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Serie Funktionswäsche

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Serie Funktionswäsche

Funktionsunterwäsche - (Wie eine) Zweite Haut? Wer sich Funktionswäsche kaufen möchte und sich informiert, wird erstmal staunen: Die Vielzahl unterschiedlichster Marken, Materialien, Schnitte und Konzepte überrascht. Wie soll man sich da zu Recht finden?! Keine Panik, wir helfen Ihnen in einer mehrteiligen Serie ...


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Funktionswäsche bildet zusammen mit Fleece und dem Wetterschutz („Outer Shell“) das Lagensystem (auch Schichten- oder Zwiebelprinzip genannt). Dieses Bekleidungskonzept hat das Ziel, dass man sich draußen bei möglichst jedem Wetter und bei jedem denkbaren Level körperlicher Aktivität wohl fühlt. Dass das nicht ganz einfach ist, liegt auf der Hand. Und es ist auch der Grund, dass es so viele unterschiedliche „Wäschen“ gibt. Wodurch unterscheiden sie sich?

Materialien

Für Funktionsunterwäsche setzt man eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien ein:

  1. Polypropylen (PP) nimmt von allen Materialien am wenigsten Feuchtigkeit auf und trocknet daher blitzschnell. Je nach Garn entsteht jedoch Pilling (es bilden sich kleine Knötchen auf der Stoffoberfläche): Filamentgarne pillen nicht, Stapelfasergarne fühlen sich natürlicher an, pillen aber eher. Außerdem ist PP empfindlich gegen UV-Strahlung, und wird im Alter steifer.

  2. Polyester (PES) wird am häufigsten verwendet: Es nimmt ebenfalls extrem wenig Feuchtigkeit auf, ist sehr UV- und farbstabil, recyclebar und lässt sich gut verarbeiten. Wie PP pillt es jedoch relativ leicht.

  3. Polyamid (PA) ist die Funktionswäsche-Faser mit der höchste Abrieb- und Reißfestigkeit. Dafür trocknet es nicht ganz so schnell und ist etwas weniger UV-stabil als PES.

  4. Elastan (EA; besser bekannt unter den Markennamen Lycra, Dorlastan, oder Spandex). EA wird niemals pur, sondern immer in Kombination mit anderen Fasern verwendet (als Beimischung zum Garn). Durch seine enorme Dehnfähigkeit (bis zum Siebenfachen der Ausgangslänge) eignet es sich prima für eng anliegende Wäsche. Dem gegenüber stehen lange Trockenzeiten und eine mäßige UV-Beständigkeit. Das heißt: Wenn EA in Funktionswäsche, dann so wenig wie möglich.

  5. Wolle: Für Funktionsunterwäsche verwendet man fast ausschließlich extreme feine (und daher auch teure) Wolle von Merino-Schafen. Während ein Menschenhaar 50 bis 100 µ dick ist, misst Merinowolle 15 bis 25 µ. Wolle ist ein Naturmaterial, aber auch als solches wird es chemisch bearbeitet (man benutzt zum Beispiel beim Bleichen meistens Chloride). Durch ihren hochkomplexen Aufbau hat Wolle einzigartige Eigenschaften: Sie wärmt auch noch, wenn sie nass ist und fühlt sich dabei gar nicht so nass an. Sie ist antistatisch, biologisch abbaubar, schwer entflammbar und – der fast größte Vorteil – im Vergleich zu Kunstfasern sehr viel länger geruchsneutral. Nur Vorteile? Nein, es gibt Menschen, bei denen selbst die feinste Merino-Wolle direkt auf der Haut juckt (besonders wenn man schwitzt). Außerdem kommt Wolle trotz ihrer enormen Feuchtigkeitsaufnahmekapazität (30 %) bei sehr starkem Schwitzen an seine Grenzen: Der Tragekomfort lässt nach, wenn die Wolle gesättigt ist.

  6. Polyacryl (PAC): Von allen Kunstfasern ist PAC der Wolle am ähnlichsten und wurde früher häufiger für Funktionswäsche verwendet. Aber es pillt recht stark, trägt sich weniger weich und wird mit der Zeit steif. Kein Wunder, dass man dieses Material immer seltener findet.

  7. Baumwolle (CO): Im Outdoor-Einsatz ist Baumwolle pur auf der Haut der Tod des Tragekomforts. Sie nimmt jede Menge Schwitzfeuchtigkeit auf und klebt dann nass auf der Haut. In Kombination mit PES macht sie aber durchaus Sinn: Bei einer „zweiflächigen Maschenware“ (siehe unten) mit PES innen und CO außen.

  8. Viskose (CV): Viskose (Markennamen z.B. Modal) ist eine Synthesefaser, die aus nachwachsenden Rohstoffen (Holz) hergestellt wird. Wie Baumwolle hat sie ein extrem großes Feuchtigkeitsaufnahmevermögen und wird auch ähnlich verwendet.

Artikel eingestellt am: Samstag, 24. Februar 2007

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