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In unserer neuen Serie wollen wir auf diese Fragen
aus einer anderen Sichtweise Antworten geben, denn haben Sie wirklich Lust,
immer nur nach Regeln, Rezepten und Vorgaben zu leben? Wir glauben NEIN und
möchten Ihnen deshalb die Freiheit zur eigenen Entscheidung durch www (wirklich
wissen warum) vermitteln.
Zunächst möchten wir bei all der Diskussion um
Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate die Bedeutung der Makronährstoffe für den
Sportler herausstellen.
Zu den Makronährstoffen zählen in erster Linie
energieliefernde Substanzen. Es handelt sich dabei um Kohlenhydrate, Fette,
Eiweiße und Ballaststoffe, wobei letztgenannte keine Energie liefern, aber für
den menschlichen Körper anderweitig von Bedeutung sind. Im ersten Teil geht es
um die Kohlenhydrate, die in den letzten Jahren wieder etwas stärker in Kritik
geraten sind und häufig sogar als krankmachend vom Speisplan gestrichen wurden.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind die am häufigsten
vorkommenden organischen Verbindungen in der Natur und dienen in erster Linie
der Energiebereitstellung. So sind unser Zentralnervensystem und unsere
Blutzellen zwingend auf Glucose (Traubenzucker) als Energielieferant angewiesen.
Deshalb ist deren Zufuhr mit der Nahrung auch sehr entscheidend. Nichts desto
trotz haben sie auch weitere wichtige Funktionen im Körper zu erfüllen (siehe
nachstehender Kasten).
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Funktion
von Kohlenhydraten
-
Energielieferant (Blut- und im weitesten Sinne auch Gehirnzellen gewinnen
ihre Energie ausschließlich über Glucose)
-
am
Aufbau von Bindegewebe und Knochensubstanz beteiligt
-
Bestandteile von Zellmembranen - dienen insbesondere der
Zell-Zell-Interaktion
-
Bestandteil der Erbinformation (DNA)
-
dient als
Ausgangsstoff für die Bildung von Aminosäuren
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Ein Gramm Kohlenhydrat enthält 4,2 kcal (Abb. 1).
Man untergliedert diese Stoffgruppe in Einfach- (Mono-), Zweifach- (Di-) und
Mehrfachzucker (Polysaccharide). Alle Kohlenhydrate sind aus mehr oder weniger
vielen Monosaccharid-Bausteinen aufgebaut. So besteht z.B. Stärke (das
Reservepolysaccharid der Pflanze) aus mehreren hundert Glucose-Einheiten, die
kettenförmig aneinander gereiht und miteinander verbunden sind. Die Struktur
bestimmt auch die Eigenschaften des jeweiligen Kohlenhydrats, während Mono- und
Disaccharide schnell zur Verfügung stehen (rasche Aufnahme im Darm), müssen
Polysaccharide erst gespalten werden, bevor eine Aufnahme erfolgen kann. Deshalb
sind letztgenannte vor allem für „nachhaltige“ Energiezufuhr geeignet, während
der Effekt von Mono- und Disacchariden recht schnell verpufft.

Abb. 1: Energiegehalt der
Nährstoffe (bezogen auf ein Gramm des jeweiligen Nährstoffes)
Im pflanzlichen Organismus werden
Kohlenhydrate vorrangig in Form von Stärke gespeichert, im tierischen Organismus
(damit auch im Menschen) erfolgt die Speicherung in Form von Glycogen in der
Leber und der Muskulatur. Ein erwachsener Mensch besitzt Glycogenspeicher in der
Größenordnung von etwa 300 – 400g, davon etwa 1/3 in der Leber und 2/3 in der
Muskulatur. (Durch Ausdauertraining kann allerdings dieser Speichervorrat auf
bis zu 700 g anwachsen.) Dieser Vorrat steht uns während körperlicher Belastung
zur Verfügung und limitiert unsere Leistungsfähigkeit, denn diese Speicher
reicht in etwa (unter der Voraussetzungen eines intensiven Trainings z.B.
Wettkampf) 1,5 Stunden. Das bedeutet insbesondere für lang andauernde
Belastungen (Ausdauerbelastungen), dass Kohlenhydrate währenddessen zugeführt
werden müssen, um erfolgreich anzukommen. Aber auch für andere Sportarten spielt
der Vorrat an Kohlenhydraten/Glycogen eine entscheidende Rolle. Denn je größer
der Speicher, desto schneller sind Kohlenhydrate auch verfügbar, für den Fußball
und andere Spielsportarten nicht unerheblich. Die Kost des Sportlers sollte
deshalb stets Kohlenhydratbetont sein und nicht etwa mit diesem Nährstoff
geizen, wie einige Diätformen suggerieren. Ein Kohlenhydratanteil von 55-60 %
(der täglichen Energieaufnahme) sollte deshalb angestrebt werden, das wären bei
einem Energieumsatz von 2500 kcal 335 – 365 g Kohlenhydrate. Als
Kohlenhydratlieferanten kommen Getreide und daraus hergestellte Produkte, Obst
und Hülsenfrüchte in Frage (Tab. 1). Natürlich liefern auch Süßwaren eine Menge
Kohlenhydrate, es handelt sich dabei aber um niedermolekulare stark verarbeitete
Zucker mit wenig „sonstigem Inhalt“. Das heißt diese Zucker stehen zwar schnell
zur Verfügung, liefern aber keinen sonstigen Nährstoffe (Vitamine,
Mineralstoffe), deren Bedarf bei erhöhter sportlicher Betätigung allerdings
ebenfalls ansteigt. Deshalb sollte man seiner Gesundheit zu liebe und unter dem
Leistungsgedanken stets Lebensmittel mit vielen zusätzlichen Nährstoffen
konsumieren. Dies sind eben vor allem Vollkornerzeugnisse, Obst und
Hülsenfrüchte und weniger Süß- und Backwaren bzw. Produkte aus
Weißmehl.
| Lebensmittel |
Kohlenhydratgehalt |
|
Cornflakes |
79,6 |
|
Honig |
75,1 |
|
Reis, unpoliert
(Naturreis) |
73,4 |
|
Eierteigwaren (Nudeln,
…) |
69,9 |
|
Knäckebrot |
65,3 |
|
Datteln,
getrocknet |
65,1 |
|
Rosinen |
63,9 |
|
Haferflocken |
63,3 |
|
Weizen, ganzes
Korn |
61,0 |
|
Pfirsich,
getrocknet |
53,9 |
|
Linsen,
trocken |
52,0 |
|
Bohnen, weiß, trocken
|
47,8 |
|
Pflaumen,
getrocknet |
47,4 |
|
Graubrot,
Roggenbrot |
45,4 |
|
Weizenvollkornbrot |
41,4 |
|
Pumpernickel |
41,1 |
|
Roggenvollkornbrot |
40,8 |
|
Banane |
20,8 |
|
Zuckermais |
15,7 |
|
Kartoffeln |
14,8 |
|
Birne |
12,4 |
|
Apfel |
11,8 |
|
Apfelsaft |
11,1 |
|
Orangensaft |
9,0 |
Tab. 1: Kohlenhydratgehalt
einiger ausgewählter Lebensmittel (Werte in g/100 g Lebensmittel)
ernaehrungundsport.info empfiehlt folgende Fachliteratur
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