Will man demnach die Ausdauer optimal trainieren, den Fettstoffwechsel bestmöglich ankurbeln und das Gewicht reduzieren, so darf Training durchaus anstrengend sein. Am Effektivsten ist es demnach, wenn man auch regelmäßig einmal in der Nähe seiner Dauerleistungsgrenze trainiert (landläufig auch als 4mmol/l Laktatschwelle bekannt, genau jedoch nur durch eine individuelle Laktatleistungsdiagnostik, zum Beispiel bei www.ildaf.de zu bestimmen). Für einen an Herz und Kreislauf gesunden Sportler ist das permanent betont ruhige Training nicht das Mittel der Wahl.
In drei verschiedenen Studien, die insgesamt über einen Zeitraum von zwei Jahren liefen, untersuchten die Wissenschaftler niedrigintensives Training, das oft als den Fettstoffwechsel fördernd propagiert wird. In Studie eins wurde bei den Probanden, die je eine Stunde auf dem Fahrrad trainierten, untersucht, bei welcher Intensität am meisten Fett verbrannt wird. In Studie zwei wurde bei einem Acht-Kilometer Lauftraining der Kalorienverbrauch unterschiedlicher, aber realistischer Trainingsgeschwindigkeiten gemessen. Studie drei untersuchte über drei Monate lang die unterschiedlichen Ausdauerzuwächse bei fünfmaligem Training in der Woche. Verglichen wurden zwei Trainingsprogramm mit identischem Kalorienverbrauch. Eines bei mittlerer, ein anderes bei betont niedriger Intensität.
Insgesamt ließ sich kein eindeutiger Vorteil der niedrigen Intensitäten erkennen. Im Gegenteil, die niedrigsten Intensitäten ergaben sogar etwas geringere Trainingseffekte.
Zum Einsatz kamen neben Messungen der Herzfrequenz und der Laktatkonzentration im Blut auch Atemgasmessungen, bei denen Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe überprüft wurden.
Bevor jetzt jedoch Alle wieder ihr Trainingsprogramm über den Haufen werfen sei eines klar gestellt. Die Ergebnisse sind nicht wirklich neu und erst recht nicht die Trainingslehre auf den Kopf stellend.
Bei gleicher Zeitdauer von einer Stunde auf dem Rad ist es ganz klar, dass bei höherer Intensität auch mehr Fett absolut verbrannt wird. Entscheidend für den „Umbau“ des Stoffwechsels ist allerdings der Anteil der Fette an der Energiebereitstellung. Leistungssportler sind durch ebensolches ruhiges Training über Jahre in der Lage, auch bei höheren Intensitäten und viel schneller einen hohen Anteil der Fette an der Energiebereitstellung zu realisieren und damit ihre Energiereserven zu schonen.
Der Freizeitsportler kommt jedoch erst nach ca. einer Stunde in den Genuss dieser Effekte und dies aufgrund der hormonellen Phänomene auch nur bei besagt niedriger Intensität. Zudem ist es auch für das Herz-Kreislauf-System, die Psyche und den Stoffwechsel des Freizeitsportlers ohne sportmedizinische Betreuung besser, ruhig und lang zu trainieren, denn damit erzielt er die größten gesundheitlichen Effekte. Natürlich gehören jedoch zu jedem guten Trainingsprogramm auch schnelle Einheiten dazu und wer nicht nur etwas für seine Gesundheit tun will, sondern auch seine Leistung steigern möchte, der sollte regelmäßig (ca. 1mal pro Woche) schnelle Einheiten, am besten mit kurzen, aber dafür knackig intensiven Intervallen einbauen.
Also nicht verwirren lassen und bei Fragen die Profis von www.ildaf.de fragen.