Nach dem Beschluss des WADA Exekutiv-Komitees hat man darauf verzichtet, künstlich erzeugte Höhenbedingungen zur aktuellen Verbotsliste hinzu zu fügen.
Man ist sich zwar prinzipiell einig, dass insbesondere aufgrund der hohen gesundheitlichen Risiken, vor allen Dingen bei nicht ausreichender medizinischer Überwachung, ein Verbot sinnvoll wäre, jedoch sind die praktischen Probleme eines Verbots dieser Methoden im Augenblick noch nicht lösbar.
Denn man hat, wie die jüngsten Dopingenthüllungen und die immer wiederkehrenden Diskussionen um die Grenzwerte zeigen, zur Zeit noch genügend Probleme „einfaches“ Doping mit EPO nachzuweisen.
Im Jahr 2006 hat die WADA 5,4 Millionen US Dollar für die medizinische Forschung ausgegeben. Darin waren auch 25 neue Projekte enthalten, die das Exekutiv-Komitee letzte Woche bestätigte. Die geförderten Forschungsprojekte zielen alle auf die Identifikation und Nachweisbarkeit von Dopingsubstanzen sowie Dopingmethoden. Ein Beispiel für solche Forschung ist die Entwicklung und Validierung einer Nachweismethode für Hämoglobinbasierte Sauerstofftransporter (HBOCs) und deren Erforschung im Zusammenhang mit der Wirkung von Höhentraining auf die Hämoglobinwerte.
Quelle: World Anti-Doping Agency, World Anti-Doping Code